Aktuelles

17.01.2012

VkM für Ende der Bankabstimmung
Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2007 wurde das Mitarbeitergesetz im Zuge der Neubesetzung der ADK geändert. Hier ging es um die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der ADK, das Schlichtungsverfahren und den Modus der Beschlussfassung mit Einführung der Bankabstimmung auf Arbeitnehmerseite. Diese Änderungen wurden unter den Bedingungen des Erprobungsgesetzes eingeführt. Im Frühsommer 2011 wandte sich die Konföderation an die Kirchenleitungen und Mitarbeiterorganisationen mit der Bitte um Stellungnahme dazu, ob die 2007 eingeführten Änderungen fortgeführt werden sollten. Die VkM’s hatten sich, bis auf redaktionelle Nachbesserungen, für eine Fortführung ausgesprochen, dann allerdings im Nachgang (Dezember 2011) für eine Abschaffung der „Bankabstimmung“ plädiert.

 

Hintergrund dafür war die Situation auf Arbeitnehmerseite, der es nicht möglich war, sich sinnvolle Arbeitsstrukturen zu schaffen. Die Zusammenarbeit auf Arbeitnehmerseite gestaltete sich bisher äußerst schwierig, da gemeinsame Linien zwischen mvv und VkM nur schwer gefunden werden konnten, was unter anderem daran lag, dass getroffene Vereinbarungen und Absprachen von Seiten des mvv nicht eingehalten wurden. Aus diesem Grund überrascht die haltlose Kritik des mvv, was der VkM sich einbilde, ohne vorherige Abstimmung eine Position zu äußern. Erschreckend ist dabei die Unverfrorenheit, mit der der mvv dem VkM eine mögliche Paktiererei mit der  Arbeitgeberseite unterstellt, ist es doch der mvv, der massiv eine Abkehr von den Regelungen des TV-L, mit eigenen Entgeltregelungen und fehlender Bezugnahme auf die Bestimmungen des Öffentlichen Dienstes in Niedersachsen, anstrebt. Bei der Umstellung von BAT und MTArb auf den TV-L war es von wesentlicher Bedeutung, den Anschluss an den öffentlichen Dienst nicht zu verlieren. Die Landeskirchen in der Konföderation hatten eine eigene, unabhängige Arbeitsrechtsregelung mit deutlich unter dem TV-L-Niveau liegenden Vergütungen vorgesehen.
Der mvv behauptet, 2007 sei es zur Einführung der Bankabstimmung auf Arbeitnehmerseite gekommen, damit nicht einzelne Arbeitnehmervertreter mit den Arbeitgebern stimmen können. Das ist nicht richtig. Der damals beteiligten Gewerkschaft ver.di ging es darum, eine Sperrminorität einzusetzen, damit es nicht zu Beschlüssen kommen konnte, die ver.di nicht mitzutragen bereit war.

 

Der VkM hat sich immer für eine einheitlich und damit stark aufgestellte Arbeitnehmerseite in der ADK eingesetzt und dafür gekämpft. Dies hat sich nicht geändert. Unter den derzeitigen Umständen scheint es aber aussichtslos, eine Verständigung mit einem unzuverlässigen und unberechenbaren Partner herzustellen.
Der VkM plädiert für eine Abschaffung der Bankabstimmung in der ADK, weil gemeinsame Linien unter den ADK-Parteien auf Arbeitnehmerseite schwerlich herzustellen scheinen. Die beteiligten Arbeitnehmerorganisationen müssen die Möglichkeit haben, sich unabhängig voneinander zu positionieren. Zugleich müssen sie durch die Aufhebung der Bankabstimmung  zu einer verantwortlichen Zusammenarbeit gezwungen werden.
Für eine politische Tragfähigkeit und Akzeptanz von ADK-Beschlüssen erscheint es allerdings sinnvoll,  die Bankabstimmung nicht ersatzlos zu streichen, sondern die ehemalige Zweidrittel-Mehrheit für ADK-Beschlüsse wieder herzustellen. Hierüber sollten zeitnah Gespräche der Arbeitnehmerorganisationen mit Vertretern der Konföderation geführt werden.

09.01.2012

Neue Entgelttabelle ab 2012
Mit dem Jahreswechsel bekommen die Mitarbeitenden in der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen mehr Gehalt. Ab dem 01.01.2012 erhöht sich die Tabelle um 1,9 %,  anschließend wird der Wert um einen Sockelbetrag von 17,- € monatlich erhöht. Eine genaue Tabelle befindet sich unter Materialien.

16.12.2011

Änderungen beim Kindergeld

Mit dem Steuervereinfachungsgesetz fällt ab dem 01.01.2012 die Einkommensprüfung bei in Ausbildung befindlichen Kindern ab 18 Jahren weg. Bisher erhielten Eltern kein Kindergeld bzw. keinen Kinderfreibetrag mehr, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes den Grenzbetrag von 8.004 EUR pro Jahr überstiegen. Kinder unter 25 Jahren, die sich in einer ersten Berufsausbildung oder in einem Erststudium befinden, werden ab 2012 ohne weitere Voraussetzungen stets als Kind berücksichtigt.

Bei einer zweiten Ausbildung fallen Kindergeld bzw. Kinderfreibeträge nur weg, wenn das Kind neben der Ausbildung noch eine Erwerbstätigkeit von über 20 Wochenstunden ausübt. Für die Eltern entfallen die Nachweispflichten. Zudem erhalten sie künftig noch Kindergeld für Kinder in bezahlten Ausbildungsgängen (z.B. Azubis im dritten Lehrjahr) oder für Kinder, die während ihres Studiums Ferien- oder Nebenjobs annehmen.  

Eine weitere Änderung betrifft die Betreuungskosten für Kinder unter 14 Jahren

Ab 2012 können Betreuungskosten für alle Kinder unter 14 Jahren bei den Sonderausgaben abgezogen werden. Außer dieser Altersgrenze fallen alle bisherigen Voraussetzungen weg. Auch die bisherige Unterscheidung zwischen berufsbedingten und nicht berufsbedingten Betreuungskosten entfällt. Abziehbar sind 2/3 der Kosten, maximal 4.000 Euro pro Kind.

16.12.2011

Brückentage 2012

Kurz vor Weihnachten ist die beste Zeit den Urlaub für das nächste Jahr zu planen. 2012 hält dabei wieder echte Schmankerl bereit. Neben den Wochenfeiertagen wie 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag und Tag der deutschen Einheit, bei denen man durch Einsatz von 4 Urlaubstagen 9 freie Tage erreichen kann, bietet die Osterzeit über den Karfreitag mit nur 8 Urlaubstagen (31.03. – 15.04.) 16 freie Tage. Über Weihnachten und Neujahr (22.12.2012 – 06.01.2013) lassen sich mit 7 Urlaubstagen ebenfalls 16 freie Tage erreichen.

02.12.2012

Schulungen für Mitarbeitervertretungen 2012

Im nächsten Jahr finden wieder Mitarbeitervertretungswahlen statt. Für die neuen Mitglieder (und für die „alten Hasen“) bietet der VkM wieder Schulungen im Jahr 2012 an. Nähere Informationen sind unter der Rubrik Schulungen eingestellt.

11.11.2011

Tarifübernahme beschlossen

In der ADK-Sitzung am 10.11.2011 wurde die Übernahme des Tarifergebnisses der Länder beschlossen. Das bedeutet:

-   1,5 % Erhöhung in 2011

    (ab 01.04.2011 – rückwirkende Auszahlung mit dem Dezemberentgelt)

-   Einmalzahlung von 360,- €

    (für die Monate Januar bis März 2011 – Auszahlung mit dem Novemberentgelt)

-   1,9 % Erhöhung in 2012 (ab 01.01.2012)

-   anschließende Erhöhung um einen Sockelbetrag von 17,- € monatlich (ab 01.01.2012).

Es ist festzuhalten, dass wir unsere Forderung einer Ausgleichszahlung für die verspätete Tarifübernahme von 8 Monaten vorerst nicht durchsetzen konnten. Hierzu soll aber weiter verhandelt werden. Des Weiteren wurde in den Verhandlungen wieder einmal deutlich, dass die Arbeitgeberseite unter „Dienstgemeinschaft“ und „Dritter Weg“ etwas anderes versteht, als die Arbeitnehmerseite. Dies macht das Ergebnis der Tarifübernahme deutlich. Keinerlei weitere Zugeständnisse für die kirchlichen Beschäftigten.

Als Fazit steht:

Wir müssen unsere Position deutlich stärken, um die Interessen der Beschäftigten gegenüber der Arbeitgeberseite noch besser zu vertreten.

 

Hier die Veröffentlichungen der Landeskirche Hannover zum Beschluss und zur Umsetzung als pdf-Download (incl. Entgelttabellen).

 

30.10.2011

Demonstration für Streikrecht

Die Gewerkschaft ver.di ruft für den 4. November im Rahmen der EKD-Synode zu einer Demonstration zum Streikrecht für kirchliche Beschäftigte auf. Über den Dritten Weg wird zur Zeit gestritten wie nie zuvor. Worum es dabei eigentlich geht ist auf der Homepage des GA (Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen) nachzulesen. Die Ständige Konferenz der Mitarbeitervertretungen (Stäko) hat eine Solidaritätserklärung verfasst, der wir uns anschließen. Weitere Informationen, die Erklärung sowie die Aufrufe von ver.di hier...


10.10.2011

ADK-Sitzung vorzeitig beendet - keine Tarifübernahme!

Die Verhandlungen hinsichtlich der Übernahme des Tarifergebnisses im öffentlichen Dienst sind in der letzten Sitzung der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission (ADK) am 10. Oktober vorerst gescheitert. Mehr...

 

23.09.2011

Landesbischof stärkt Pastorenkirche zu Lasten anderer Mitarbeiter

In einem Artikel der EZ vom 18.09.2011 über den Generalkonvent des Sprengels Osnabrück äußert Landesbischof Meister den Wunsch, dass es keine weiteren Stellenstreichungen bei den Gemeindepastoren geben möge – in der Einschätzung, dass das zu, „schmerzliche Einschnitte" bei anderen Mitarbeitern, beispielsweise bei den Diakonen, führen würde.

In einem im August stattgefundenen Gespräch mit dem vkm Hannover hatte sich der Bischof jedoch anders geäußert. Weitere Informationen hier.

 

01.09.2011

Telefonsprechstunde der ADK-Mitglieder

Ab sofort steht jeweils freitags von 09:00 bis 12:00 Uhr ein VkM-ADK-Mitglied persönlich für Anfragen zur Verfügung.

Telefonnummer: 05 11 / 12 41 - 6 43

 

01.09.2011

Doch noch Tarifübernahme in unseren Landeskirchen?

Nach einer Sitzung des Vorbereitungsausschusses der ADK am 25.08.2011 könnte doch noch zu einer Einigung in der Gestalt kommen, dass die eingetretenen Verzögerungen bei der Übernahme durch eine Erhöhung der Jahressonderzahlung aufgefangen werden.

Weitere Informationen hier.

 

28.07.2011

Tariferhöhung weiter nicht in Sicht

Eine Übernahme des Tarifergebnisses im öffentlichen Dienst der Länder ist zurzeit nicht in Sicht, da zum einen die Arbeitgebervertreter weiter die Endredaktion des Tarifergebnisses abwarten wollen und zum zweiten auf Antrag der Arbeitgeber über die Einführung einer Notlagenregelung für Einrichtungen in schwieriger finanzieller Situation verhandelt wird. Die von Arbeitgeberseite geforderte Verknüpfung dieser beiden Themen erschwert eine Einigung.

Weitere Informationen hier.

 

16.06.2011

ADK am 08.06.2011 konstituiert

Die Arbeitnehmerseite in der ADK ist mit dem Ausscheiden von ver.di neu formiert. Neue Wege müssen beschritten, Gedanken und Vorstellungen ausgetauscht und Strategien entwickelt werden.Wesentliche Tagesordnungspunkte waren die Übernahme des Tarifabschlusses für die Länderbeschäftigten, das Ansinnen der Arbeitgeberseite die Sicherungsordnung für Diakoniestationen auch für andere Arbeitsfelder zu öffnen und die zukünftige Höhe der Jahressonderzahlung.

Weitere Informationen hier.

 

 

 

 

 

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