28.02.2012

ADK-Sitzung abgesagt

Die Arbeitgeberseite und die in der ADK vertretenen Arbeitnehmerorganisationen VkM und mvv hatten sich in der Novembersitzung darauf verständigt am 29.02.2012 ihre nächste Sitzung abzuhalten. Diese ist nun abgesagt worden, nachdem der mvv eine Teilnahme seiner Mitglieder für diesen Termin offiziell abgesagt hat. Für eine Beschlussfassung in der ADK wäre die Anwesenheit von je 6 Mitgliedern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite erforderlich, was so nicht gegeben ist. Äußerst bedauerlich ist das, weil auf der Tagesordnung unter anderem die Übernahme der Entgeltordnung zum TV-L und eine Anpassung der kircheneigenen Tätigkeitsmerkmale der DVO vorgesehen war.

 

Die Entgeltordnung zum TV-L sieht wesentliche Verbesserungen insbesondere für den Bereich der Kindertagesstätten vor. Danach würde eine Erzieherin zum Einstieg nach der EG 8 (2437,33 € in Stufe 2) statt der EG 6 (2237,88 € in Stufe 2) vergütet werden und Kinderpflegerinnen würden 2237,88 € statt 2140,85 € in der Stufe 2 bei einer Ganztagsbeschäftigung erhalten. Zwar gibt es noch Verbesserungspotential, z.B. im Bereich der Leitungen von Kindertageseinrichtungen, wo unter anderem zwingend die Bemessungsgrundlagen für die Belegungszahlen der Kindertagesstätten als Eingruppierungsgrundlage angeschaut werden müssen, doch generell geht es hier um Entgeltverbesserungen für einen ganzen Berufsbereich.

In den kircheneigenen Tätigkeitsmerkmalen wird es im weiteren Verlauf der Verhandlungen unter anderem darum gehen, den veränderten Berufsbildern von Pfarramtssekretärinnen sowie Diakoninnen und Diakonen mit den gestiegenen beruflichen Anforderungen auch finanziell Rechnung zu tragen.

 

Der mvv lässt seine Arbeit in der ADK mit der Begründung ruhen, dass die VkM’s Braunschweig, Hannover und Oldenburg im Rahmen einer Stellungnahme (und nicht eines Antrages, was verschiedentlich veröffentlicht wurde) zur Verlängerung der 2007 eingeführten Änderungen des Mitarbeitergesetzes für die Abschaffung der Bankabstimmung plädiert hatten. Hintergrund für dieses Votum ist die derzeit nicht gegebene Arbeits- und Verständigungsfähigkeit auf der Arbeitnehmerseite in der ADK.